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Am 6. April 2000 schreibt Jürg M. Meier im Kulturteil der "Aargauer Zeitung":
Sorgfalt und Zurückhaltung
Gluri-Suter-Huus
Stephanie Zaugg und Arthur Brühlmeier in Wettingen
Eine Doppelausstellung auf zwei Stockwerken im Gluri-Suter-Huus schafft einen breiten Überblick über das Werk der Malerin Stephanie Zaugg und des Fotografen Arthur Brühlmeier
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Arthur Brühlmeier belegt mit über 70 fotografischen Arbeiten das obere Stockwerk jenes Hauses, in dem er als Kind sogar schon gewohnt hat. Brühlmeier ist ein Realist. Effekthascherei ist ihm zuwider und er will weder verletzen noch provozieren. Seine Schwarzweiss-Fotografien suchen die Poesie dort, wo man Banalität vermutet hätte. Mit grosser Sorgfalt ausgewählte Bildausschnitte charakterisieren seine Arbeit. Brühlmeier arrangiert nie, er wählt nur aus. Diese Wahl des Ausschnittes ist ein kompositorischer Akt. Im Laufe der repräsentierten rund 15 Schaffensjahre wandte sich sein Blick zunehmend dem Detail zu. Lieblingsobjekte sind Holz-Metall-Konstellationen, immer geprägt durch stark betonte horizontale, vertikale und diagonale Linien. Brühlmeiers Augenmerk gilt nicht dem Menschen primär - nur auf einem der Bilder ist ein Mensch sichtbar -, wohl aber seinem Wirken respektive seinem Nicht-Wirken. Vom Menschen Vernachlässigtes, wie Farbe, die abblättert, oder gar Zerstörtes, eine eingeworfene Scheibe etwa, findet sein Interesse. Oft ist ein zweiter Blick notwendig, um das Fotografierte zu erfassen. Tromp d'oeils sind die Bilder aber nicht: Brühlmeier will uns nie täuschen - keine Spielereien, keine Experimente. Seine Bildertitel («Gespräch», «Zeitspur», «Empfang») fordern dennoch dazu auf, über den Bildausschnitt hinaus zu reflektieren. |